Blaseninstillation mit Mitomycin

Sehr geehrte Patientin,sehr geehrter Patient,

bei Ihnen wurde eine Gewebsveränderung der Harnblase festgestellt. Durch eine Gewebeuntersuchung wurde geklärt, dass es sich um ein Blasenkarzinom handelt. Wenn ein Blasenkrebs – wie in Ihrem Fall – nur in den obersten Schichten der Blasenwand wächst, kann er mit einem Eingriff durch die Harnröhre meist vollständig entfernt werden. Blasenkarzinome haben aber die Neigung, an der gleichen oder an anderer Stelle in der Blase erneut aufzutreten, d.h. Rezidive zu bilden. Dieser Rezidivneigung kann vorgebeugt werden. Dazu werden nach der Operation und Entfernung der Geschwulst Medikamente in die Blase eingespült, welche die Rezidivbildung unterdrücken. Zur Einspülung in die Blase (intravesikale Instillation) werden Zytostatika wie Mitomycin verwendet, die sehr gut vertragen werden, weil sie aus der Blase im Normalfall nicht in den Körper gelangen.

Wie wird die Blaseninstillation durchgeführt?
Die Instillation erfolgt über einen dünnen, durch die Harnröhre in die Blase eingeführten Katheter, welcher danach wieder entfernt wird. Die Lösung sollte dann zwei Stunden in der Blase verbleiben.

Dabei ist folgendes zu beachten:
1) Trinken Sie vor der geplanten Behandlung nicht zuviel Flüssigkeit, damit Sie nach dem Einbringen der Lösung möglichst zwei Stunden nicht zur Toilette gehen müssen.
2) Entleeren Sie die Harnblase (möglichst zwei Stunden nach der Behandlung) im Sitzen und vermeiden Sie das Verspritzen von Harntropfen.
3) Waschen Sie sich danach gründlich die Hände.
4) Trinken Sie nach der Blasenentleerung viel Flüssigkeit, damit die Blase ausgespült wird.
5) Ein ungeschützter Geschlechtsverkehr sollte nach der Behandlung für 3 Monate unterbleiben

Anwendungsdauer:
Es werden in wöchentlichen Abständen 8 Mitomycin-Einspülungen durchgeführt, soweit Sie die Behandlung gut vertragen. Meist werden vom behandelnden Arzt weitere Behandlungen in monatlichen Abständen in Abhängigkeit vom Krankheitsverlauf empfohlen.

Kontrolluntersuchungen:
Beim nicht muskelinvasiven Blasenkarzinom werden als Kontrolluntersuchungen meist Blasenspiegelungen und Untersuchungen des Urins auf veränderte Zellen durchgeführt. Solche Kontrolluntersuchungen erfolgen meist in vierteljährlichen Abständen. Ihr Arzt wird Ihnen ein Nachsorgeschema mit entsprechenden Zeitintervallen vorschlagen.

Wann muss auf eine Mitomycin-Behandlung verzichtet werden?
Eine Mitomycin-Therapie kommt nicht in Frage,
1) wenn Sie an einer Blasenentzündung erkrankt sind.
2) während Schwangerschaft und Stillzeit.
3) wenn Sie Mitomycin früher schon einmal nicht vertragen haben (z.B. allergische Hautreaktionen).

Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Im allgemeinen wird die Mitomycin-Therapie gut vertragen. Gelegentlich kann eine Blasenentzündung (Zystitis) mit typischen Beschwerden wie gehäufter Harndrang, Schmerzen in der Blasengegend, Brennen in der Harnröhre auftreten, welche ihr Arzt durch entsprechende Maßnahmen behandeln wird. Sehr selten kann es auch zu einer Entzündung der Nebenhoden kommen, die dann entsprechend behandelt werden muß. Sehr selten kann es zu Hautreaktionen kommen, welche auf einer allergischen Reaktion gegenüber dem Wirkstoff oder Bestandteilen des Lösungsmittels beruhen. Ein Absetzen der Therapie kann dann erforderlich werden  

 

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Kontakt

Dr. Christoph Janzer
Facharzt für Urologie, Andrologie
Männerarzt CMI
Medikamentöse Tumortherapie

Dr. Christian Baermann

Facharzt für Urologie
Medikamentöse Tumortherapie
Urogynäkologie

Uro-onkologischer Schwerpunkt
Vasektomie Kompetenzstandort

Konrad-Goldmann-Str. 5
79100 Freiburg im Breisgau
Tel. 0761-383055 Fax -2924141
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