Hormontherapie beim Prostatakarzinom

Bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom wird eine Hormontherapie durchgeführt. Diese medikamentöse Behandlung stellt eine Therapie dar welche im ganzen Körper Tumorzellen erreichen kann. Das männliche Geschlechtshormon Testosteron stimuliert die Prostatakrebszellen und fördert deren Wachstum. Die Hormontherapie schaltet das männliche Hormon im Körper aus. Während früher dafür eine Entfernung der Hoden notwendig war besteht heute die Möglichkeit die Hormontherapie medikamentös durch eine Spritzengabe oder in Tablettenform durchzuführen.

Durchführung

Meistens wird die Therapie durch eine Depotspritze unter die Haut durchgeführt. Diese Therapie wird alle 3 Monate wiederholt und ist quasi schmerzfrei. Sei wird meistens im Rahmen der geplanten Nachsorgetermine durchgeführt. Vor der ersten Gabe wird Ihnen für 2 Wochen ein Medikament (Bicalutamid 50 mg) verschrieben welches in Vorbereitung auf die Spritzentherapie das männliche Hormon bereits im Blut und am Hoden ausschaltet. Eine langfristige Heilung ermöglichen die verschiedenen Formen der hormonellen Therapie nicht. Bei vielen Patienten lässt sich aber für viele Monate bis Jahre ein Wachstumsstopp erreichen. Die Behandlung lindert zudem tumorbedingte Beschwerden.

Wirkweise

Die Hormontherapie kann das Prostatakarzinom nicht beseitigen, jedoch die Ausbreitung verhindern. Die Wirkdauer der Therapie ist erfahrungsgemäss vom der Art des Tumors abhängig. Im allgemeinen wirkt die Hormontherapie viele Jahre. Um rechtzeitig ein Fortschreiten des Tumorsfeststellen zu können sind regelmässige PSA Bestimmungen notwendig. Wenn die Hormontherapie bei Ihnen weniger Wirkung zeigt gibt es eine Reihe von alternativen Therapie dir wir mit Ihnen dann besprechen.

Nebenwirkung

Die Hormontherapie hat zumindest zu Beginn Nebenwirkungen die den Beschwerden der Wechseljahre bei Frauen ähneln können. Es werden vor allem Hitzewallungen aber auch Stimmungsschwankungen beklagt.Bis zu einem gewissen Grad setzt nach einiger Zeit eine Gewöhnung ein und die Nebenwirkungen werden schwächer. Als Hausmittel gegen Hitzewallung hat sich Salbeitee bewährt.  Ansonsten hilft oft schon eine veränderte Lebensweise weiter: angepasste Kleidung, viel Bewegung und eine ausgewogene Ernährung, die bestimmte Auslöser von Hitzewallungen zeitweilig vermeidet. Dazu gehören bei vielen Männern Kaffee oder Alkohol, besonders aber heiße Speisen oder scharfe Gewürze. 
Bei einigen Patienten sind die Reaktionen auf die hormonelle Umstellung sehr stark ausgeprägt. Dann kann eine Therapie mit verschreibungspflichtigen Medikamenten notwendig sein. Auf lange Sicht wird vor allem die sexuelle Aktivtät der Patienten eingeschränkt. Die Hormontherapie ist jedoch keine riskante Therapieform, so dass sie selbst für Männer in fortgeschrittenem Alter oder Patienten mit Vorerkrankungen in Frage kommt.

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Merkblatt "Hormontherapie beim Prostatakrebs" (pdf, 31 KB)

Kontakt

Dr. Christoph Janzer
Facharzt für Urologie, Andrologie
Männerarzt CMI
Medikamentöse Tumortherapie

Dr. Christian Baermann

Facharzt für Urologie
Medikamentöse Tumortherapie
Urogynäkologie

Uro-onkologischer Schwerpunkt
Vasektomie Kompetenzstandort

Konrad-Goldmann-Str. 5
79100 Freiburg im Breisgau
Tel. 0761-383055 Fax -2924141
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